Endspurt ins Wochenende!

Heute Morgen hatte ich einen Termin in der Nähe der Wohnung meines Freundes, also haben wir bei ihm geschlafen.

Seine Wohnung ist relativ... sagen wir puristisch eingerichtet, nicht zuletzt deshalb, weil wir uns fast nur noch bei mir aufhalten. Und der gute Mann besitzt keine Waage, also konnte ich mein Gewicht heute morgen nicht checken. Das nervt. Ich werde auch erst heute Nachmittag wieder zu Hause sein und da steht dann das Gewicht nicht mehr im richtigen Verhältnis.
Zur Erklärung: um eine realistische Gewichtskurve zu haben, achte darauf, mich morgens in Unterwäsche zu wiegen, vor dem Duschen und bevor ich laufen oder schwimmen war. Dabei geht es nicht darum, ein möglichst niedrigens Ergebnis zu erhalten, sondern darum, mögliche Störfaktoren auszuschließen und mich täglich unter denselben Bedingungen zu wiegen.
Denn nach dem Laufen wiege ich teilweise, je nach Strecke, deutlich weniger als zuvor. Und nach dem Frühstück oder dem ersten halben Liter Wasser schnellt die Waage natürlich auch entsprechend in die Höhe.

Ich hätte gern gewusst, was der Tag gestern mit meinem Gewicht angestellt hat: macht sich der ganze Sport bemerkbar oder schlägt sich der Stress des Tages in höherem Gewicht nieder?

Konnte der Tag ausgleichen, dass ich morgens beim Bäcker angehalten und mir ein Croissant gegönnt habe oder rächt sich das heute?

Aber vor mir liegt ein Tag, aus dem ich mit etwas Organisation das Beste rausholen kann. Mit der Arbeit dürfte ich nicht viel länger brauchen als bis mittags,dann könnte ich schon mal meine Wochenend-Einkäufe erledigen und anschließend noch mit ein paar Runden Sparring mein Sportpensum für heute erfüllen, bevor ich vielleicht mit einem leckeren Salat auf dem Sofa zusammenbreche :P   

Hört man wohl heraus, wie motiviert und gut gelaunt ich in den letzten Tagen bin? Oder wird das überdeckt vom reinen Tatsachenbericht, zu dem ich mich zwinge, weil ich versuche, alles möglichst gut zu dokumentieren?

23.6.17 10:46, kommentieren

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Tag - 3: Energieschub

Durchgeplant.
Der Tag gestern war so krass, dass ich gar nicht zum Schreiben kam. In diesem Stress hab ich einen deutlichen Energieschub bemerkt, aber auch, dass mein Kopf irgendwie überforderter war als sonst.

Auf meinem Plan stand: Kundentermine - währenddessen Auto checken lassen - Basketball - Box-Einzeltraining - Bier mit einer Freundin.
Puh. Der Tag war ein Marathon voller Sprints.

Ich musste schon morgens alle Taschen packen. Also: erstmal eine Tasche für den Kundenbesuch vorbereiten inkl. Wasser und Sandwiches. Dann die Sportsachen. Und dran denken, dass ich nach dem Sport frisch geduscht und in vernünftigen Klamotten in der Stadt erwartet wurde.

Die Waage zeigte gestern früh endlich 69,4kg, es tut sich also was. Das Schwimmen musste ich in der Organisationsflut absagen - das hätte mich zeitlich endgültig überfordert.

Der Blick hinter die Kulissen

Pünktlich um acht musste ich bei meinem Auftraggeber mitten in der Pampa sein. Der Vorteil: die Werkstatt meines Vertrauens ist nur ein paar hundert Meter weiter, also konnte ich den Wagen morgens dort abstellen und tagsüber die Kontrollleuchte checken lassen, die zur Zeit ständig nervt.
Bei dem Termin ging es um Abläufe, Zusammenhänge, Bild- & Videomaterial, Gespräche mit den einzelnen Mitarbeitern etc. Wir brauchen Konzepte, Prozesse. Also: rumrennen, den ganzen Tag. Produkte schleppen & putzen, ins rechte Licht rücken, schauen, was das alles so hergibt.

Schusseligkeit fühlt sich schlimm an.

Bei all der Organisation blieben immer wieder Kleinigkeiten auf der Strecke: wo habe ich meinen Schlüssel hingepackt? In welcher Tasche ist mein Portemonnaie? Hab ich das eigentlich eingesteckt? Hab ich mein Handy wieder mitgenommen oder liegt das noch beim Auftraggeber? Wo ist meine Trainingskarte? Warum fehlt jetzt eines der drei Paar Schuhe, die ich dabei hatte?
Es war schlimm, sich bei solchen Kleinigkeiten so schusselig zu fühlen - so bin ich sonst nicht.

Und dann: Handy tot.  

Und dann hab ich noch mein Handy ins Waschbecken geworfen. Natürlich, während ich mir die Hände wusch und das Wasser lief. Ich habs sofort rausgefischt und mir eingebildet, in diesem Bruchteil einer Sekunde könne es gar nichts abbekommen haben und steckte es ein. Ich fuhr zum Basketball und anschließend weiter zum Boxen, immer auf dem Sprung und ein wenig unter Zeitdruck. Währenddessen konnte ich in all meinen Taschen mein Handy nicht finden und als ich nach dem Boxen endlich Zeit hatte, um danach zu suchen, war es nicht mehr an.

Auf Anraten des Internets habe ich es in eine Tüte mit Reis gelegt - aber vermutlich schon zu spät. Mal schauen, was es in drei Tagen sagt. Das gute Stück ist noch keine drei Monate alt und weil mir das iPhone 7 zu groß war, habe ich mich natürlich für das nicht wasserfeste 6S entschieden. Arg. Egal. Das ist alles nur materieller Kram.

Fazit: topfit. 

Wenn ich das alles jetzt nochmal schreibe, klingt es irgendwie gar nicht so geil. Aber ich habe den Tag anders erlebt. Die Schusseligkeit hat genervt, aber in den wirklich wichtigen Bereichen hat mein Körper funktioniert. Bei der Arbeit hatte ich alles im Blick, habe effizient koordiniert und viel mehr geschafft als erwartet. Beim Training habe ich Vollgas gegeben, sowohl beim Basketball, als auch beim Boxen habe ich 100% gegeben und es lief gut.
Und wegen des Handys lasse ich mich gar nicht auf schlimme Gedanken ein: das ist materieller Scheiß, ich benutze jetzt erst mal mein altes Handy und finde schon eine Lösung. Meine Welt bricht durch so einen Mist ganz sicher nicht zusammen. Nicht, wenn ich es nicht zulasse.

23.6.17 10:25, kommentieren


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